
Race Around Austria: Simon Veitl vor großer Challenge
Im August stellt sich Simon Veitl einer Herausforderung, die selbst erfahrene Radfahrer an ihre Grenzen bringt: der Race Around Austria Challenge.
560 Kilometer, rund 6.500 Höhenmeter – und das alles nonstop, mit dem Ziel, die Strecke in unter 24 Stunden zu bewältigen.
Was für viele unvorstellbar klingt, ist für den 25-Jährigen aus Perg der nächste logische Schritt.
Vom spontanen Einstieg zur Extremdistanz
Dabei ist Simons Weg zum Radsport noch gar nicht so lange her.
Erst vor rund drei Jahren kam er eher spontan zum Rennradfahren – ausgelöst durch die einfache Idee, sich ein Rad zu kaufen. Freunde aus seinem Umfeld gaben den zusätzlichen Push. Was als Hobby begann, entwickelte sich schnell zu mehr.
Heute steht er vor seinem bisher größten Projekt.
„Ich will meine Grenzen kennenlernen und verstehen, wie ich mit extremen Situationen umgehe“, sagt Simon.
Was ist die Race Around Austria Challenge?
Die Race Around Austria Challenge gilt als Einstieg in den Ultraradsport und bringt gleichzeitig alles mit, was diese Disziplin ausmacht.
- 560 Kilometer Distanz
- rund 6.500 Höhenmeter
- ein 24-Stunden-Zeitlimit
- eine einzige, durchgehende Runde entlang der oberösterreichischen Landesgrenze
Im Gegensatz zu klassischen 24-Stunden-Rennen auf Rundkursen wird hier keine Schleife gefahren – sondern eine komplette Strecke am Stück.
Das macht das Rennen nicht nur körperlich, sondern auch mental extrem anspruchsvoll.
Der erste Schritt: Race Across Austria 300
Bevor es im August ernst wird, steht für Simon noch ein wichtiger Test an.
Am 19. Juni startet er beim Race Across Austria 300 (RACA 300) – einem 300 Kilometer langen Rennen mit rund 4.000 Höhenmetern.
Die Strecke führt von Linz bis zum nördlichsten Punkt Österreichs und zurück – durch das anspruchsvolle Mühlviertel und Waldviertel.
Besonders herausfordernd:
Simon tritt in der Unsupported-Kategorie an.
Das bedeutet:
- kein Betreuungsteam
- keine externe Hilfe
- komplette Eigenverantwortung
Alles, was er braucht, muss er selbst organisieren und mitführen.
Zwei Bikes für eine Mission
Für die große Challenge setzt Simon auf ein durchdachtes Setup.
- Trek Domane → für lange Anstiege und Komfort
- Specialized Shiv Zeitfahrrad → für Geschwindigkeit auf flachen Passagen
Diese Kombination zeigt:
Beim Ultradistanz-Radsport geht es nicht nur um Kraft, sondern auch um Strategie und Effizienz.
Vorbereitung am Limit
Aktuell läuft die Vorbereitung auf Hochtouren.
Simon trainiert sechs Tage pro Woche. Der Fokus liegt auf:
- viel Umfang
- langen Ausfahrten
- gezielten intensiven Einheiten
- zahlreichen Höhenmetern
Der Körper wird Schritt für Schritt an die Belastung gewöhnt, die ihn im Rennen erwartet.
Die größte Herausforderung: Schlafmangel
So hart das Training auch ist – die größte Herausforderung wartet im Rennen selbst.
„Am meisten Respekt habe ich vor der Zeit in der Nacht ohne Schlaf“, erzählt er.
Schlafentzug, Ernährung und der Moment, in dem die Beine nicht mehr wollen – genau das sind die Situationen, die über Erfolg oder Aufgabe entscheiden.
Ein entscheidender Faktor ist dabei auch das Team im Hintergrund.
Simon wird von einem jungen, motivierten Team aus seinem Freundeskreis begleitet – ein wichtiger Rückhalt auf dieser Reise.
Mehr als nur ein Rennen
Für Simon ist dieses Projekt mehr als nur ein sportliches Ziel.
Es ist ein Einstieg in die Welt des Ultraradsports – und gleichzeitig ein persönlicher Test:
- Wie weit kann ich gehen?
- Wie reagiert mein Körper unter extremen Bedingungen?
Diese Fragen treiben ihn an.
Fazit: Ein Projekt, das Grenzen verschiebt
Simon Veitl steht noch am Anfang seiner Reise im Ultraradsport – und genau das macht sein Projekt so spannend.
Vom spontanen Einstieg vor wenigen Jahren hin zu einer 560-Kilometer-Challenge zeigt seine Geschichte, wie schnell aus einer Idee ein echtes Ziel werden kann.
Ob er die 24 Stunden knackt oder nicht, ist dabei fast nebensächlich.
Viel entscheidender ist die Frage, wie weit man bereit ist zu gehen, um seine eigenen Grenzen neu zu definieren.
Unterstützung für sein Projekt
Ein Projekt in dieser Größenordnung bringt nicht nur sportliche, sondern auch organisatorische und finanzielle Herausforderungen mit sich.
Von Material über Verpflegung bis hin zur Rennlogistik – Ultradistanzrennen wie die Race Around Austria Challenge sind mit entsprechendem Aufwand verbunden.
Simon ist aktuell auf der Suche nach Unterstützern und Partnern, die ihn auf seinem Weg begleiten möchten.
Wer sein Projekt verfolgen oder unterstützen will, findet ihn auf Instagram unter:
@sv.endurance_
Neben seiner sportlichen Herausforderung ist Simon auch Mitgründer des Pace & Peak Cycling Club, einem jungen Rad und Ausdauersportverein aus Niederösterreich.


